Greifenseelauf vom 16. Sept. 2017

Geschrieben von Walter Frei am

Bei idealen Laufbedingungen nahmen tausende Sportlerinnen und Sportler am 38. Greifenseelauf teil. Darunter befanden sich auch 10 Läuferinnen und Läufer vom Laufsportverein. Bei rund 10'000 Teilnehmern ergab sich die Situation, dass sich zur Zeit des Zieleinlaufes der Spitzenläufer und bedingt durch die vielen Blockstarts sich immer noch Läufer auf den ersten Kilometern befanden. Der Greifensee wurde also sozusagen den ganzen Nachmittag von den Sportlern in Beschlag genommen.

100 Kilometer in Winschoten (NL)

Geschrieben von Alois Egli am

Was sind die drei wichtigsten Elemente die ein Läufer benötigt?
Wasser (viel Wasser), Wind, (nicht saumässig aber regelmässig und wenn es geht noch von vorne) und ab Kilometer 45 die ersten Krampfanzeichen.

Am 7. September 17.00 war Abfahrt mit dem Auto in Richtung Holland. Aufgrund der langen Distanz haben wir in der Nähe von Mannheim eine Übernachtung eingeplant, was die Fahrerei etwas erträglicher gestaltete. So sind wir, ich wurde von Brigitte und ihrer Freundin Renate begleitet, am frühen Freitagnachmittag in Winschoten eingetroffen. Unser Hotel Victoria befand sich mitten im Zentrum (600 Meter vom Start entfernt) und überraschte uns beim Empfang mit der Abgabe von Hörschutzpfropfen. Dies war für uns etwas seltsam jedoch dringend nötig wenn wir einen ruhigen Schlaf haben wollten. In der Ortschaft geht in der Nacht die Post ab und das Wort „Nachtruhe“ existiert im Holländischen Wortschatz nicht.

Nach dem ausgiebigen Frühstück konnte ich mich nochmals etwas hinlegen und dem Regen zuhören der unaufhörlich auf das Hoteldach prasselte. Dazu kamen viele Gedanken und offene Fragen, wie zum Beispiel: Was ziehe ich an? Regnet es den ganzen Tag? Soll ich Sonnenschutzcreme auftragen damit das Wasser besser abläuft? usw.



Punkt 10.00 Uhr wurden wir, 109 Männer und Frauen, vom Renndirektor auf die 10 Kilometerschleife geschickt. Die Strecke führt durch die Ortschaft Winschoten und weist einige Richtungsänderungen auf. Höhenmeter gibt es praktisch keine, jedoch ein Teil besteht aus Kopfsteinpflaster was mit der zunehmender Distanz das Laufen erschwerte, jedenfalls bei mir.

Die Holländer entpuppten sich nicht nur als tolle Fussballfans sondern auch als fantastische Fans der Läufer. So wurden die Quartiere mit Fähnchen und Ballone geschmückt und praktisch alle Hauseinfahrten mit einem Festzelt oder ähnlichem versehen. Es wurde geklatscht, angefeuert sowie gegessen und getrunken. Uns wurde zugetragen, dass wenn das Wetter mitspielt dies noch viel intensiver von den Bewohnern gelebt und gefeiert wird.

Der Regen machte so nach ca. 3 Runden eine Pause was auch meinen Begleiterinnen das Helfen etwas vereinfachte. In jeder Runde bekam ich meinen Bidon mit Tee und Kohlenhydratpulver sowie Gel um meinen Verbrauch von 8500 Kalorien zu kompensieren. Da es mir schon immer bewusst war, dass eine tolle und zuverlässige Begleitung unbezahlbar sein wird, habe ich mir währen meinen Krisen klar gemacht, dass Aufgeben keine Option ist.
Krisen, Aufgeben………ja die Gedanken hatte ich mehrmals während dem Wettkampf, aber alles der Reihe nach.
Nach dem Startschuss habe ich versucht meine innere Uhr zu aktivieren und mich so auf 46.30 Min. je 10 Km einzupendeln. Dies gelang mir in der ersten und dritten Runde vorzüglich, in der zweiten war ich viel zu schnell unterwegs. Danach ging es stetig bergab und ich wusste das es nicht mein Tag war um die 8 Stundengrenze zu knacken. Ab Kilometer 45 meldete sich der Oberschenkel links, danach die Wade rechts und am schlimmsten war es als der Gesässmuskel rechts bei Km 55 dazu kam. Ab diesem Moment konnte ich nicht mehr meinen gewohnt langen Schritt laufen und die ersten Gedanken des Aufgebens schwebten über mir. Beim Verpflegungsposten fragte ich Brigitte ob ich nochmals eine Runde machen muss. Falsche Frage: Es ist seit dem 1. Kilometer freiwillig war die Antwort. OK, es sind ja nur noch 4 Runden (40 KM) sagte ich zu mir und trottete weiter.

So absolvierte ich Runde um Runde, Schritt für Schritt bis das Glöcklein ertönte das mir signalisierte dass ich die letzten 10 Kilometer vor mir habe. Ich versuchte diese Kilometer nochmals zu geniessen und verabschiedete mich von vielen Zuschauern die immer noch am Strassenrand standen und uns anfeuerten.

Als 21. (Overall) erreichte ich das Ziel in 8.41.28 Std. In der Alterskategorie M50 reichte es zu Platz 4.
Von den 109 gestarteten gaben 52 das Rennen auf, was mir zeigte, dass es an diesem Tag auch für andere eine harte Angelegenheit gewesen sein muss. Ein bisschen Stolz kam auf und auf die Frage ob ich nochmals einen Versuch unternehmen werde meine Bestzeit zu verbessern, gab ich keine Antwort.

Nun steht die Erholungsphase an und geplant war eine Velotour durch Holland. War geplant, das schlechte Wetter hielt weiter an so dass wir uns entschieden haben etwas früher nach Hause zu kommen. Dennoch ist ein tolles Bild entstanden was uns für immer an Holland erinnern wird. Vielleicht kommen wir ja wieder…. zum 100 KM Lauf in Winschoten.
Übrigens, es gibt auch einen 10 mal 10 KM Lauf den wir als Verein absolvieren könnten. smile

Minigolf vom 25. Aug. 2017

Geschrieben von Walter Frei am

An diesem wunderbaren Sommerabend trafen wir uns zu einem gemütlichen, und nicht ganz ernst genommenen Wettkampf auf der Anlage beim Schützenweiher. Der Plausch am Spiel stand klar im Vordergrund. Eine Rangliste interessierte niemanden. Trotzdem sei erwähnt, dass Roland Spörri mit 46 Punkten oben aus schwang.

Nach dem Spiel begaben sich alle ins Rest. Schützenhaus, wo man sich nach Bedarf verköstigte. Nebst verschiedenen Durstlöschern waren Hamburger und Eiscreme in verschiedenen Variationen gefragt.

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