Jura-Wanderung 30. Sept./1. Okt. 2017

Geschrieben von Walter Frei am

Am frühen Morgen um viertel vor sieben trafen sich 23 Wanderfreudige am Hauptbahnhof Winterthur zur Bahnfahrt nach Biel. Gegen Ende der Fahrt teilte man sich in zwei Gruppen ein. Eine erste Gruppe fuhr mit dem Bähnli nach Magglingen und nahm von dort aus den Weg nach Les Pres-d’Orvin unter die Füsse. Die zweite Gruppe nahm die Sache etwas lockerer in Angriff. Sie erreichten nämlich diesen Ort mit einer gemütlichen Busfahrt. Ein weiterer Vorteil bestand darin, dass sich anschliessend nach gut 2 km Marsch bereits ein Wirtshausbesuch anbot. Nach Ankunft der Marschfreudigeren, ein Zwischenstopp wurde von ihnen nicht gewünscht, ging die Wanderung mehr oder weniger gemeinsam Richtung Chasseral weiter. Nach einer Mittagsrast mit Verpflegung aus dem Rucksack erreichte man das Tagesziel, den 1606.2 m hohen Chasseral. Leider war nicht allzu viel von der Rundsicht zu geniessen, denn das trübe Herbstwetter verhinderte uns das. Also begab man sich bald zum etwas unterhalb liegenden Hotel um sich noch einmal zu stärken. Anschliessend folgten noch knapp 4 km Weg und rund 500 Meter Abstieg bis zur Unterkunft im Skihaus vom Skiclub Erlach. Das Timing bezüglich Wetter war genau richtig. Nur die Letzten bekamen noch wenige Regentropfen zu spüren.

In Empfang genommen wurden wir von René und Vreni, welche mit dem Auto angereist waren und nun die Gruppe vervollständigten. René hatte eine ganz wichtige Funktion. Das Skihaus ist nämlich unbewirtet. Das hiess, es musste alles selber besorgt werden. Unvorstellbar, das hätte nicht geklappt und wir wären den ganzen Abend auf dem Trockenen gesessen. Für das Nachtessen war ein Partyservice zuständig. Dieser spannte uns ein bisschen auf die Folter. Es dauerte und dauerte und nichts war zu sehen. Zweifel kamen auf, ob das auch klappen würde. Es klappte, und wie. Das Essen, verschiedenes Fleisch und Würste, wurden auf dem Grill hervorragend zubereitet. Unser „Vereinskoch“ René war des Lobes voll über den dazu gereichten Kartoffelgratin. Bei Kaffee und Kuchen, gebacken von Vereinsmitgliedern, später bei Bier und Wein, Spiel und Geplauder ging der erste Tag zu Ende.

Den zweiten Tag konnte man gelassen in Angriff nehmen. Das Wetter war uns gut gesinnt. Es kündigte sich ein vorwiegend sonniger Tag an. Bezüglich der Wanderroute war kein Zeitdruck vorhanden. Der Weg war an diesem Tag für alle der gleiche. Er führte über Nods – Lamboing – Twannbachschlucht nach Twann. Dennoch bildeten sich zwei Gruppen. Eine zog es vor mit weniger Pausen, dafür mehr Zeit in Twann, den Tag zu verbringen. Die andere gönnte sich eine längere Pause mit Beizenhalt. Aber auch für diese reichte es in Twann noch für ein Bier. Die Heimreise begann mit einer Schifffahrt nach Biel. Mit der SBB gelangten wir ohne Umsteigen zurück nach Winterthur.

Das sind die Teilnehmer, welche ein schönes Vereinswochenende erleben durften. Wir danken den Organisatoren und Helfern Andi, Stephan, Dagi und René. Danke vielmal!

Bilder siehst du unter der Rubrik Fotos.

Trailrunning am und zum Berliner Marathon

Geschrieben von Christine Müller am

Die Freude und Motivation war gross, als ich im Dezember 2016 Bescheid bekam, dass ich ausgelost wurde, um am 24. September 2017 an der Startlinie zu stehen. Die Vorfreude auf mein verlängertes Wochenende in Berlin blieb, die Motivation glich eher einem Trailrunning- Erlebnis. Entsprechend war auch mein Training. Ich gebe es zu, meine erste Marathonzeit, habe ich hauptsächlich meinem Training im letzten halben Jahr zuzuschreiben. Oft wollte ich nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach noch kurz in die Hügel entfliehen, um meinen Kopf zu durchlüften. Berlin ist ja noch laaange nicht. Dann kam der Sommer und ich vermied es, die Wochen bis zum Marathon zu zählen. Trotzdem, Berlin kam näher, also machte ich verbissen wenigstens eine Handvoll längere flachere Läufe. Aber gemütlich in die Hügel hochzulaufen war einfach schöner… Und viele Bänkli mit wunderschöner Aussicht hat es im Tösstal, kommt doch mal mit, ich zeig sie euch alle wink Frau läuft den Marathon unter vier Stunden, darauf habe ich mich trotz allem immer wieder Fokussiert. Ich wurde aber statt schneller einfach nur müder… Weise Stimmen warnten: «Du machst zu viel», mein eigener Kopf: «Du machst zu wenig» Beides stimmte wahrscheinlich: Mein gesamtes Lebenspacket ist zurzeit sehr voll und für Berlin habe ich zu wenig gemacht. Nun aber Schluss mit Trainingsanalyse und ich erzähle euch noch, wie ich Berlin erlebt habe.

«Geniess es einfach!» ist wohl der häufigste Ratschlag, den man für den ersten Marathon bekommt. Darauf habe ich mich bewusst eingelassen, einfach die Stimmung aufnehmen, das Publikum, die über 42 000 anderen Läufer überall gute Stimmung. Ich startete im Block H, was so viel bedeutet wie «Hinten», gaaanz hinten! Ich rannte los und schaltete rasch in den Trailrunningmodus, so wie ich es vom Training her gewohnt war. Ich flitzte über Bordsteinkannten, wich Kindern und stehenden Läufern aus, rannte hinten und vorne an Büschen vorbei. Die Euphorie war gross und ich fand das am Anfang sogar noch lustig. Konzentrierte mich ganz darauf, jede Lücke zu nutzen. Bei Kilometer sechs, sah ich meinem Mann und meine Schwester zum ersten Mal. Sie warteten insgesamt viermal an der Strecke, was mich sehr gefreut hat. Bei Kilometer 17 beklagte ich mich kurz bei meinem Mann, dass mich das ewige Zickzack laufen langsam nerve und dass ich vermutlich mein Ziel unter vier Stunden nicht erreichen werde. Er meinte nur «du schaffst das schon». (Das hat er mir während den Geburten auch immer gesagt) Bei Kilometer 18 schmerzten meine Oberschenkel stark und ich analysierte meine Pace. Das es unter vier Stunden nicht mehr reicht, war mir klar. Aber was will ich nun? Ich entschied mich, den häufigsten Ratschlag versuchen umzusetzen. Also bin ich einfach gelaufen, ohne auf die Pace zu achten. Bei Kilometer 35 klappten die Läufer um mich rum regelmässig zusammen. Es ging mir gut, abgesehen von den Schmerzen in den Beinen. Ich sagte mir, wenn du schon keine tolle Endzeit hinkriegst, kannst du ja wenigstens noch etwas Gutes tun. Also verteilte ich Salztabletten an solche mit Muskelkrämpfen und versuchte ab und zu ein aufmunterndes Lächeln zu verschenken. Ganz nach dem Motto: «Run with a Smile» Die Pace war mir egal, ich wollte einfach nur noch ankommen, ohne wie so viele Läufer vor mir, plötzlich stehen zu bleiben und spazieren. So blieb ich bis am Schluss auf Überholkurs und war einfach mega glücklich beim Zieleinlauf. (Endorphinen sei Dank) Die Endorphine hielten bei mir ca. 24h an. Dann kam eine Neubewertung meines ersten Marathons. Ich will mir die Freude an der Teilnahme in Berlin nicht nehmen lassen. Es ist mir gut gelaufen, mit einer schlechten Endzeit und einem nicht- erreichten Ziel. Mein Entscheid soll sein: «Run with a Smile» und nicht: «Run with a good Pace» Ich habe mehr als genug Grund, um für mein Leben Dankbar zu sein, deshalb: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiterlaufen. Das nächste Mal, wenn ich einen Marathon mache, will ich es auf jeden Fall einfach unter 4h17min schaffen. Das scheint mir realistisch.

Winti-SOLA vom 23. Sept. 2017

Geschrieben von Walter Frei am

Eine Verbesserung vom 50. Auf den 19. Platz gegenüber der ersten Austragung im letzten Jahr war die Ausbeute an der Winti-SOLA-Stafette. Diese hervorragende Platzierung gelang dem Laufsportverein Winterthur in der Besetzung in nachstehender Reihenfolge: Kathrin Kurtz, Karin Spörri, Melanie Fries, Raphael Schürmann, Benedikt Tremp, Dagi Zani, Kurt Zulliger, Petra Frieden, Thomas Frieden, Hansruedi Ott, Ursula Kübler und Giuseppe Caggegi. Zu dieser tollen Leistung gratulieren wir allen beteiligten Läuferinnen und Läufern.

Dabei ist zu bemerken, dass nicht einmal die beste mögliche Besetzung am Start war. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, zu versuchen an der nächsten Austragung mit zwei Mannschaften teilzunehmen. Wovon eine mit unseren Topläufer/-innen zu besetzen wäre, um zu schauen, was wirklich drin liegt.

Der Abschluss dieses bei prächtigem Herbstwetter stattgefundenen Wettkampfes fand nach der Rangverkündigung mit einem Pastaessen in der kleinen Reithalle statt.

Einige Bilder siehst du unter der Rubrik Fotos